„Zur Philosophie und Praxis des Tai Chi Chuan & Qigong“

Vortrag von Dieter Hoffmann, Dipl. Soziologe, Bewegungslehrer Donnerstag: 10. März 2011 um 18.30 Uhr am Konfuzius-Institut Voranmeldung erbeten!

E-Mail: ehlen@uni-trier.de     Tel.: 0651 201 4980 oder 0651 201 4981

Auffrischungkurs Anmeldeformular (PDF)

Kulturkurse

Die Vermittlung der chinesischen Kultur ist neben der Vermittlung der chinesischen Sprache der zweite große Schwerpunkt des Konfuzius-Instituts in Trier. In dieser Rubrik finden sich Kurse, welche die chinesische Kultur in möglichst vielen Facetten präsentieren wollen. Chinesische Sprachkenntnisse sind für eine erfolgreiche Teilnahme nicht zwingend erforderlich, wobei die Ausübung der einzelnen Disziplinen teilweise erheblich erleichtert werden kann, so etwa in der Kalligraphie. Nachfolgend finden Sie Angaben zu unseren regelmäßig durchgeführten Kulturkursen.

Chinesische Landeskunde

Ein Grundpfeiler ist der Unterricht in der Landeskunde Chinas. Die chinesische Geschichte in kompakter Form, die Einführung in die Grundlagen der chinesischen Philosophie und Geistesgeschichte, die Entwicklung des europäischen Chinabildes, die Geographie, Gesellschaft und Wirtschaft dieses faszinierenden Landes stehen im Mittelpunkt.

Daneben spielt auch die Alltagskultur in China eine wichtige Rolle. Zu lernen, welche Formen des eigenkulturellen Erbes (Konfuzianismus, Daoismus etc.) noch die Basis von modernen Festivitäten, Ritualen oder Diskursen darstellen, erlaubt dem Interessierten einen tiefen Einblick in die Entwicklungsprozesse Chinas und fördert den Erwerb eines vorurteilsfreien Bildes gegenüber einer häufig übermäßig exotisierten Kultur.

Welches sind die Hoffnungen der Menschen, wie sehen chinesische Familien ihre Zukunft, welche wirtschaftlichen Entwicklungen sind in den nächsten Jahren zu erwarten, welche Überzeugungen treiben die Menschen in China an? Diese und andere Fragen sollen in den Kursen zur chinesischen Landeskunde thematisiert und wo möglich beantwortet werden.

Chinesische Philosophie

Die chinesische Philosophie ist ein schwer einzugrenzender Bereich. Heutzutage herrscht allgemein Übereinstimmung darüber, dass man Konfuzius das erste gedanklich strukturierte System zuordnen kann. Etwa ab 500 v. Chr. entsteht eine systematisierte Philosophie, die sich im Laufe der Zeit als die Schule des Konfuzianismus als Staatsdoktrin für ca. 2.200 Jahr etablieren wird. Die große Epoche der chinesischen Philosophie und ihre Denker stehen im Mittelpunkt des Philosophiekurses am Konfuzius-Institut. Die wichtigsten Systeme, ihre Vorreiter und Ideen, aber auch spätere Entwicklungen und Einflüsse wie der aus Indien und Nepal stammende Buddhismus werden behandelt. Dabei wird stets der Bezug auch zur heutigen chinesischen Kultur hergestellt.

Der Kurs in chinesischer Philosophiearbeitet sich langsam mit Hilfe deutscher Übersetzungen der eminenten Werke vor und diskutiert die Entwicklungen und die Ergebnisse. Stets wird ein Bezug zur historischen Entwicklung gehalten. Die Lektüre chinesischer philosophischer Werke eröffnet eine neue und interessante Welt, die wunderbar dafür geeignet ist, den europäischen Standpunkt besser einordnen zu können.

Chinesische Kalligraphie

Die chinesische Schrift zählt zu den faszinierendsten Schriftsystemen weltweit. Die Kalligraphie ist die höchste künstlerische Blüte der Darstellung der chinesischen Schrift. Sie stellt sich entweder mit grazilen Linien oder durch kraftvolle Striche dar und erscheint trotz der teilweise hochkomplexen Struktur zahlreicher Schriftzeichen aufgrund der kontrastiven Hervorhebung von schwarzer Tinte auf weißem Papier geradezu leicht. Ein schöner kalligraphischer Stil zählt in China zu den höchsten kulturellen Errungenschaften.

Der Kurs in chinesischer Kalligraphie beginnt mit dem Erlernen der neun Grundstriche. Sie sind die Voraussetzung für die darauffolgenden Schriftübungen. Dass Erlernen der chinesischen Kalligraphie ist ein Unterfangen, welches mit viel Eigeninitiative und Übung durch den Übenden verbunden ist. Für den Lernenden bedeutet es jedoch einen nicht zu unterschätzenden Schritt im sicheren Umgang mit der chinesischen Schrift.

Die Kalligraphiekurse des Konfuzius-Instituts an der Universität Trier vermitteln die chinesische Kalligraphie stets mit einem Brückenschlag zur chinesischen Kultur. So werden nicht nur die grundlegenden Schriftzeichen geübt, sondern in einem fortgeschrittenen Stadium auch bekannte chinesische Gedichte und Textpassagen einstudiert, die für die Entwicklung der chinesischen Kultur maßgeblich waren.

Taijiquan/ Qigong 

Die chinesische Bewegungsform des Taijiquan, auch bekannt als „Schattenboxen“ gehört zu den interessantesten Ansätzen körperlicher Meditations- und Heilverfahren. Die Techniken variieren je nach „Schule“, wobei hier jeweils unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund der Philosophie gestellt werden. In China ist Taijiquan heute eine Art der Gesunderhaltung, die von vielen Menschen morgens in den Parks ausgeübt wird. In China haben die Menschen ein hohes Gesundheitsbewusstsein und die Überzeugung, dass sanfte und runde Bewegungen körperlich sehr anstrengenden Sportarten vorzuziehen sind, da diese den Körper nicht so sehr belasten. Immer mehr Menschen in Deutschland kommen in Berührung mit dem Taijiquan, gerade für Menschen mit einer hohen Arbeitsbelastung erschließt sich oft bereits nach kurzer Zeit die heilsame meditative Wirkung.

Die Kurse im Programm des Konfuzius-Instituts werden von deutschen und chinesischen Experten in einer lockeren aber konzentrierten Atmosphäre geleitet.

Kulturkurse (KUKU)

Bezeichnung

Art des Kurses

Gebühr

Chinesische Landeskunde (KUKU01)

Einführung in die chinesische Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Traditionen. Weiterhin kommen Geographie und Alltagskultur zur Sprache. Dauer fünf Wochen jeweils vierstündig.

Ort: Konfuzius-Institut, Seminarraum 2,

Zeitraum: 23. Februar 2010 – 25.03.2010

Termine:

Dienstag: 23.02.2010, 02.03.2010, 09.03.2010, 16.03.2010, 23.03.2010

Donnerstag: 25.02.2010, 04.03.2010, 11.03.2010, 18.03.2010, 25.03.2010

140 EUR/ 20 Std.

Chinesische Philosophie (KUKU02)

Ein Kurs zur Einführung in die Grundlagen der chinesischen Philosophie. Behandelt werden Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Mohismus u.a. Chinesisch-Kenntnisse sind nicht erforderlich, die Texte werden in deutscher Übersetzung behandelt.

Ort: Konfuzius-Institut, Seminarraum 2

Zeitraum: 13. April 2010 – 13. Mai 2010

Termine:

Dienstag: 13.04.2010, 20.04.2010, 27.04.2010, 04.05.2010, 11.05.2010

Donnerstag: 15.04.2010, 22.04.2010, 29.04.2010, 06.05.2010, 13.05.2010

140 EUR/ 20 Std.

Chinesische Kalligraphie (KUKU03)

Hier wird die chinesische Schönschrift, ein eminentes Prinzip der chinesischen Kultur vermittelt. In angenehmer Atmosphäre erlernen Sie die Benutzung von Pinsel und Tusche und die neun Grundstriche. Später werden anhand von grundlegenden Texten der chinesischen Geistesgeschichte die unterschiedlichen Formen chinesischer Kalligraphie studiert.

Ort: Konfuzius-Institut, Seminarraum 2, Fr. 16.00-18.00 Uhr

Zeitraum: 25. Februar 2010 – 09. April 2010

Termine: 25.02.2010, 05.02.2010, 05.03.2010, 12.03.2010, 19.03.2010, 26.03.2010, 09.04.2010, 14.04.2010, 23.04.2010, 30.04.2010

160 EUR/ 20 Std.

Taijiquan/ Qigong (KUKU04)

Taijiquan, das chinesische Schattenboxen ist inzwischen auch in Europa recht bekannt. Das Qigong ist eine traditionelle chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform. Sie ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin und findet sich in den chinesischen Kampfkünsten (Wushu) und Taijiquan wieder.

Ort: Konfuzius-Institut, Seminarraum 2

Erster Termin 2010: Di., 92.02.2010, 18.00-20.00 Uhr

100 EUR/ 10 Sitzungen

Ermäßigt: 80 EUR

Dauer: laufender Kurs, Einstieg

jederzeit möglich

©André Hakmann, Konfuzius-Institut an der Universität Trier 2009